"Zwischen braunen und schwarzen Kutten" von Franz von Sonnenfeld
Ein zeitgeschichtlicher Roman, erstmals 1863 erschienen, lange vergriffen, konnte dank der basellandschaftlichen Birmann-Stiftung im Jahr 2001 der Vergessenheit entrissen und neu zugänglich gemacht werden. Der Autor, mit bürgerlichem Namen Johannes Gihr wurde in Witterswil am 30. Januar 1821 geboren. Die Rechtschreibung in diesem Buch wurde bewusst nicht verändert, was jedoch die gute Leserlichkeit meines Erachtens nicht beeinträchtigt.
Zu Beginn des Romans erfahren die Lesenden wie es zu und her ging im Jahr 1849 am Portiukulafest in Bondorf (Dornach). Otto Pfluger, der Protagonist, ein kämpferischer Liberaler macht sich lustig über die Strenge der Konservativen und schildert andererseits die Ernsthaftigkeit der Bittgänge nach Marienberg (Mariastein). Der Roman gilt an Umfang als grösstes Werk Gihrs mit autobiographischem Charakter und zeichnet das Denken und Handeln der Menschen aus der Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Radikalismus und Katholizismus.
Dass Liebe, Habgier im Roman nicht zu kurz kommen ist klar, wird fein gesponnen und ist mit Genuss zu lesen. Der Witterswiler Otto Pfluger wird nicht Geistlicher, wie von seinem reichen Onkel und von seinen Eltern gewünscht; er driftet ab, stolpert oft, findet Liebe und schlussendlich Leid und Reue.
Ich darf Ihnen diesen beeindruckenden Roman als fesselnde und auch informative Zeitgeschichte sehr empfehlen.
"Querfeldein" von Alex Capus
Der neue Roman von Alex Capus erzählt eine wahre Geschichte aus dem Grenzdorf Ramsen im Kanton Schaffhausen. Es ist das Jahr 1933, die Anfangsphase der NS-Herrschaft.
Arnold, der Wirt betreibt einen Gasthof mit dem merkwürdigen Namen ‚zur Moskau’. Eines Tages erscheint die freiheitsliebende Betty auf einem Pferd reitend. Sie bleibt. Und nun beginnt die Liebesgeschichte. Zahlreiche Kinder werden geboren. Clara, die erstgeborene verliebt sich in den tschechischen Schmuggler Hermann, dem es zur Gewohnheit wird, beladen mit schweren Säcken über die grüne Grenze zu rennen. Das Drama nimmt seinen Lauf; eines Nachts wird der Schmuggler von SS-Männern verschleppt, da beginnen die Dorfbewohner für Hermann zu kämpfen und das Dorf erhebt sich gegen die Grossmacht.
Es fiel mir schwer, das Buch wegzulegen, wenn andere Pflichten riefen. Die Geschichte hatte mich richtig gepackt, spannend und lebensnah. Leben wir doch auch in einem Grenzdorf. Die Zeiten sind nicht dieselben, doch erinnerte ich mich während des Lesens an eine andere Begebenheit aus vergangener Zeit in unserem Grenzdorf. Davon vielleicht ein andermal.
Ich wünsche Ihnen Freude beim Lesen und Nachdenken über vergangene Zeiten und alle Tage ein Lächeln für jemanden.
"Sommerschatten" von Urs Faes
Der neue Roman von Urs Faes, erschienen im vergangenen April, erzählt die Geschichte einer späten, grossen Liebe. Die Partnerin des Erzählers verunglückt beim Freitauchen. Sie wird ins künstliche Koma versetzt und es ist ungewiss, ob sie je wieder aufwachen wird.
Die Vorstandsmitglieder leisten jeden Samstag ehrenamtlich den Bibliotheksdienst.
Die Dorfbibliothek wird von der Gemeinde Rodersdorf unterstüzt.
Für ältere Personen gibt es einen Treppenlift vom EG bis zum Dachgeschoss.